Als die Göttliche Ordnung noch galt

Zürcher Frauen stimmen im Schulhaus Kappeli zum ersten Mal über kirchliche Belange ab. Bis sie dies auf Bundesebene tun durften, dauerte es allerdings noch weitere sieben Jahre. Bildquelle: Wikimedia/ETH-BIB

Kein Stimmrecht auf Bundesebene, keine sicheren Verhütungsmethoden, und Ehemänner, die ihren Frauen das Arbeiten verbieten konnten: Das ist die «göttliche Ordnung», wie sie Petra Volpe in ihrem Film von 2017 vorstellt. Die 25 Frauen, deren Lebensgeschichten das Citizen Science Projekt Älterwerden beleuchtet, kennen diese Schweiz noch als Lebensrealität. Trotz rigid diskriminierender Strukturen waren und sind diese Frauen seit Jahrzehnten erfolgreich in der Arbeitswelt – im öffentlichen Dienst, in Schulen, als Gründerinnen, im Verkauf oder Projektmanagement.

Doch wie kamen sie dorthin, wo sie jahrzehntelang wirkten und wirken? Welche Umstände behinderten sie? Welche Faktoren förderten die Frauen in ihrer Berufstätigkeit? Und welche Rolle spielten Krisen, Krankheiten, a-didaktisches Lernen und zutreffende Kontexteinschätzungen schon damals?

Am Freitag, dem 17.9.2021 um 10.00 präsentierte Projektleiterin Elisabeth Michel-Alder im Rahmen der St.Galler Diversity & Inclusion Week punktuelle Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt und behielt dabei immer die Frage im Auge: Was können Frauen* und andere Interessierte heute aus den Geschichten dieser «pfiffigen Grosstanten» lernen?

Das Gespräch wurde aufgezeichnet und kann hier angesehen werden: https://www.youtube.com/watch?v=jVeB4RehdJw.

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